Der Lieblings-Zeitvertreib von Raki und Ouzo ist das gegenseitige Jagen: Über Tische und Betten hinweg rasen die beiden hintereinander her, fauchen und balgen herum. Gerne auch mitten in der Nacht, gerne auch über das Herrchen hinweg. "Was können wir denn dafür, wenn du da liegst", ist wohl die Katzenmeinung. Auch wenn man sich friedlich zum Herrchen legt und sanft schnurrt, dann heisst es nicht, dass man nicht plötzlich auch im Bett wild zu kämpfen beginnt.
Raki schafft es sich während der Kämpfe beeindruckend aufzuplustern: Die Ohren werden angelegt, es wird bedrohlich gefaucht und der Schwanz wird so dick, dass er eher wie ein Fuchsschwanz aussieht. Ouzo lässt sich von diesen Gebären tatsächlich auch beeindruckend und nimmt bei diesem Anblick eher Reißaus, als dass sie zum Angriff übergehen würde.
Gestern hat es die kleinere Ouzo nun auch einmal mit der Drohgebärde probiert - mit eher zweifelhaftem Erfolg. Die Ohren angelegt trippelt sie auf Raki zu und der Schwanz plustert sich auf. Das hätte Raki vielleicht beeindruckt - aber es verstört Ouzo selbst viel mehr als den "Feind": Aus den Augenwinkeln sieht sie den buschigen Schwanz, schreit erschrocken auf, fängt an ihren eigenen Schwanz zu jagen, schreit erneut auf und verkriecht sich schnell unter dem Bett. Wäre das nicht schon lustig genug ist es dann vor allem der Blick von Raki, der das Herrchen erst recht zum Lachen bringt. Raki hatte sich das Schauspiel in Seelenruhe angesehen. Auch wenn man es nicht glaubt, hat man doch manchmal den Eindruck, dass Katzen eine fast menschliche Mimik haben: Einbildung oder nicht, Raki sieht eindeutig amüsiert aus, mit einem vor Selbstzufriedenheit und Überheblichkeit strotzenden "Miau" wendet sie sich ab und genießt ihren Triumph.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen